Matabooks - Ganz neu bei uns: Dufte Bücher aus Gras

Ganz neu bei uns: Dufte Bücher aus Gras

Matabooks - Foto by Waldsinnig (480x360)
Vegane Notizbücher aus Gras(papier) im DIN-A5- und DIN-A6-Format

Ganz neu bei uns: Dufte Bücher aus Gras

Wo kommt das Gras her?

Das einfache Gras wird in der schwäbischen Alb geerntet, danach in der Sonne zu Heu getrocknet und zu Papier weiterverarbeitet.

Und warum überhaupt Gras?

Zunächst ist Gras ein in Deutschland im Überfluss vorhandener Rohstoff und muss nicht, wie ein Großteil der Bäume für die herkömmliche Papierindustrie, aus anderen Ländern importiert werden. So kann durch die kürzeren Transportwege bereits eine Menge C02 gespart werden. Auch bei der weiteren Herstellung wird nur ein Bruchteil der Energie benötigt und außerdem werden weniger als 2% der üblichen Wassermenge verbraucht.

Wer macht das wie?

Ein junges Dresdner Unternehmen stellt die Büchlein überwiegend in Handarbeit her. So kann sichergestellt werden, dass möglichst wenig Papierreste entsorgt werden müssen und alle Materialien optimal genutzt werden können. So entstehen hochwertige Bücher mit einer langen Lebensdauer.

Und was heißt „vegan“ bei einem Buch?

Das heißt zum Einkleben des Buchrückens wird kein Glutinleim aus ausgekochten Tierknochen benutzt, sondern ein wasserbasierter Leim auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen. Die Biofarben auf Leinölbasis verzichten ebenfalls auf tierische Pigmente. Auch für den Einband der Bücher von Matabooks werden selbstverständlich keine Tierhäute benutzt.

Woraus sind die Gummibänder?

Aus Baumwolle und Naturkautschuk (nicht wie herkömmlich aus Polyester)

Das Buch kann nach seiner Verwendung kompostiert werden.

Das Besondere: Der Geruch! Heu, Kräuter und Matcha sind die meist assoziierten Gerüche. Oft wird auch einfach eine Blumenwiese erschnuppert. Aber angenehm ist der Geruch auf jeden Fall und sorgt beim Beschreiben für Entspannung!

Die kleineren DIN A6 Bücher sind zudem „Samenbücher“, d.h. sie können nach seiner Verwendung eingepflanzt werden und es wachsen Blumen daraus!

Matabooks - Blühendes Cover - Foto: Matabooks (360x360)

Alle Grafiken sind von verschiedenen Künstlern gestaltet.

Quelle: Matabooks

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Unser Partner in Sachen Strom: Greenpeace Energy 🔌

Wir beziehen unseren Strom über Greenpeace Energy. Der erzeugte Strom stammt zu 100% aus erneuerbaren Quellen, mit stetig steigendem Windkraft-Anteil und ohne Strom aus Biomasse.

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Wir freuen uns, wenn Sie uns auf dem Weg zur Energiewende begleiten und belohnen Sie daher mit einen 30€-Einkaufsgutschein für rutaNatur, wenn Sie jetzt wechseln.

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Kürbisernte - Bioland-Kürbiskerne aus Aichach

Bioland-Kürbiskerne aus Aichach

Regionalität, Großgebinde und Bioware

Regionalität bzw. eine möglichst nahe Herkunft ist uns ein enorm großes Anliegen. Bei der Auswahl unserer Produkte nehmen wir am liebsten das mit in unser Sortiment, dessen Herkunft unserer Heimat am nächsten ist. Es müssen aber auch die anderen Anforderungen, die wir stellen, erfüllt werden. So ist es bei unserem Konzept natürlich eine Voraussetzung, das Produkt im Großgebinde zu bekommen – idealerweise ohne Kunststoff. Außerdem muss es Bioware sein. Des Weiteren muss unsere Logistik überschaubar und ökologisch bleiben. Unsere neuen Bioland-Kürbiskerne aus Aichach erfüllen alle unserer Anforderungen.

Kürbisernte - Bioland-Kürbiskerne aus AichachUnsere großen Ansprüche, doch auch klimatische und wirtschaftliche Gründe, die wir nicht beeinflussen können, machen es nicht immer einfach Lebensmittel und andere Erzeugnisse aus der Nähe zu beziehen.

Bei unserer doch recht großen Auswahl an Produkten, müssen wir in manchen Fällen auch immer einmal wieder Kompromisse eingehen, bis sich etwas anderes auftut. Sie können sich vorstellen, wie groß die Freude ist, wenn sich dann plötzlich eine bessere Möglichkeit ergibt, die zuerst nicht da war. Wir arbeiten stetig hart daran.

Bioland-Kürbiskerne aus Aichach

Unsere ersten Kürbiskerne kamen aus China, die nächsten schon aus Österreich und die jetzigen nun aus Aichach bei Augsburg und sind sogar noch BIOLAND-zertifiziert. Wir meinen, dieser Werdegang kann sich sehen lassen.

Freuen Sie sich mit uns und probieren die neuen Kürbiskerne aus Aichach! 🙂

Der "Zahnbürstenbaum" - Infos zur SWAK-Zahnbürste

Der Zahnbürstenbaum – Infos zur SWAK-Zahnbürste

Was ist eigentlich die SWAK-Zahnbürste?

Kennen Sie MISWAK-Zweige?

Miswak bezeichnet ein Stück des „Zahnbürstenbaumes“, das zur Reinigung der Zähne verwendet wird. Der Miswak ist die traditionelle arabische Form der Zahnbürste.

Der „Zahnbürstenbaum“ wächst in den Wüsten Arabiens, Ostafrikas und Vorderasiens und vereinigt die Eigenschaften von Zahnbürste und Zahnpasta. Er enthält von Natur aus zahnschützende und -reinigende Stoffe, weshalb die Zugabe von Zahnpasta überflüssig wird. Außerdem wird kein Wasser für die Zahnreinigung benötigt.

SWAK Zahnbuerste Natur 3 groß

Für Interessierte: Nähere Infos zu den zahnpflegenden Wirkstoffen

  • Fluorid (zahnschmelzhärtend)
  • Silikat (sanfter Putzkörper)
  • Vitamin C (konservierend)
  • Tannine (entzündungshemmend)
  • Saponine (schmutzlösend)
  • Flavonoide (antibakteriell)
  • Kalium, Calcium (remineralisierend)

Miswak ist in Bezug auf Hygiene und Putzwirkung wissenschaftlich häufig untersucht und stets bestens bewertet.

Die SWAK-Zahnbürste

Die SWAK-Zahnbürste wurde 2009 vom Zahnarzt Dr. Thilo Grauheding in Morbach (Rheinland-Pfalz) entwickelt. Die Einzelbüschelbürste ist die Symbiose aus dem traditionellen Zahnputzholz Miswak und einem ergonomisch optimal geformten Griff aus biobasiertem Kunststoff. Die Köpfe sind wechselbar, weshalb Sie den Griff nur einmal kaufen müssen.

Das Köpfchen ist klein, damit die Zähne punktgenau, gründlich und schonend von Belag befreit werden können.

Hier finden Sie ein kurzes Erklärvideo, wie man die SWAK anwendet:

(Anmerkung von rutaNatur: Wir persönlich bevorzugen es, auf Nummer sicher zu gehen und dennoch alle Zähne von allen Seiten zu putzen, auch wenn man mit der Zunge keinen Belag spürt. Auch über die Kauflächen putzen wir gerne trotzdem.)

Tipp: Auch für unterwegs ist sie super, weil es weder Zahnpasta noch Wasser braucht.

Wer schon eine SWAK hat und noch unsicher ist, was das Wechseln der Köpfe angeht. Hier haben wir auf ein lehrreiches Erklärvideo verlinkt:

Da die natürlichen, der Mundgesundheit förderlichen Inhaltsstoffe des Miswakholzes nach einigen Anwendungen gelöst und ausgewaschen werden, kann die SWAK-Zahnbürste mit dem SWAK-Zahnsalz aufgefrischt werden!

SWAK Zahnsalz im Gläschen

Bei Bedarf wird das angefeuchtete Köpfchen der SWAK-Zahnbürste in das Zahnsalzgefäß getupft. So sind die wertvollen Inhaltsstoffe des Miswakholzes immer wieder verfügbar.
Das SWAK-Zahnsalz kann auch als Zahnpasta-Konzentrat angesehen werden. (Herkömmliche Zahnpasta besteht zu ca. 80% aus Wasser und Glycerin, oft sind auch Schleifkörper aus Kunststoff enthalten).

Unser Tipp: SWAK-Zahnsalz kann auch zum Putzen mit einer herkömmlichen Zahnbürste als Zahnpasta-Ersatz verwendet werden.

Wir haben das SWAK-Zahnsalz bisher in kleinen Glastöpfchen angeboten.

Jetzt GANZ NEU: SWAK-Zahnsalz lose zum Nachfüllen!! Kommen Sie vorbei!

(Inhaltsangabe: Das SWAK-Zahnsalz besteht aus pulverisiertem Miswakholz und feingemahlenem Kristallsalz. Auch enthalten sind Calciumbicarbonat und Natriumcarbonat.)

SWAK Zahnsalz im Apothekerglas

rutaNaturs Resümee zum Putzen mit der SWAK

Die Zähne sind nach dem Putzen mit der SWAK glatter als mit einer herkömmlichen Bürste. Außerdem ist es schonender für Zähne und Zahnfleisch und (bei richtiger Anwendung) gründlicher.

Das Pro für die Umwelt: Plastik und Zahnpasta wird gespart!

Quelle: swak.de

Ganz neu bei rutaNatur: Bio-Tempeh im Glas

Ganz neu bei rutaNatur: Bio-Tempeh im Glas

Schmeckt unglaublich gut …

Ganz neu bei rutaNatur: Bio-Tempeh im Glas – im Unterallgäu in Handarbeit hergestellt!

Das Produkt aus ganzen Sojabohnen schmeckt als Alternative oder als Abwechslung zu Tofu unglaublich gut!

Für die vegetarische/vegane Küche. Tempeh im Glas wurde schonend haltbar gemacht und kann ungekühlt aufbewahrt werden. Wir bieten Tempeh in verschiedenen Sorten (natur, Knoblauch-Koriander und Red Smoked Chili Peppers) an.

Zubereitung

Am einfachsten wird Tempeh zubereitet, indem man es in Scheiben schneidet und anbrät oder frittiert. Das ist auch besonders schmackhaft, weil so das feine Aroma gut zur Geltung kommt. Doch auch gekocht, gedämpft oder gebacken ist es in den verschiedensten Gerichten richtig köstlich!

Kleine Tipps: Tempeh Natur kann nach Belieben selbst mariniert werden. Doch auch, wer es pur mag, ist mit der Natur-Version am besten beraten. Beim Braten benötigt man bei dieser Variante etwas mehr Öl als bei schon marinierten Sorten.

Interview mit den Herstellern

Ich habe die Hersteller Stephanie und Markus Schnappinger zur Produktion befragt und wollte von ihnen auch den Unterschied zu Tofu wissen. Hier könnt ihr die interessanten Infos nachlesen:

Ramona: Welchen Unterschied gibt es zwischen Tempeh und Tofu?

Tempeh-Manufaktur: Tempeh wird durch einen Fermentationsprozess hergestellt. Im Gegensatz zu Tofu enthält Tempeh die ganze Sojabohne. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Tempeh auch mehr wertvolle Inhaltsstoffe aufweisen kann. Die Veredelung durch den Pilz sorgt für einen höheren Gehalt an essentiellen Nährstoffen wie Riboflavin, Niacin und Vitamin B6. Dass der Konsum von Tofu gesundheitliche Vorteile hat, ist bekannt, da er wertvolle Inhaltsstoffe enthält. Der ohnehin schon hohe Gehalt an Nährstoffen wie Vitaminen im Tempeh wird zum Teil noch durch die Fermentation erhöht. Es entsteht ein Produkt von hoher Nährstoffdichte, das die Gehalte an Protein, Ballaststoffen, Vitaminen, Mengen- und Spurenelementen von Tofu meist bei weitem überragt.

Ramona: Was kann man sich unter den verwendeten Starterkulturen vorstellen?

Tempeh-Manufaktur: Der Starter ist ein Edelschimmelpilz (Rhizopus sp.). Tempeh reift durch diesen Edelschimmelpilz vergleichbar wie bei Camembert. Die Hülsenfrüchte z.B. Sojabohnen werden gewaschen und gekocht, danach müssen die Bohnen etwas auskühlen, bevor die Sporen des Edelschimmels hinzugegeben werden. Die Bohnen werden dann in Reifebehälter gefüllt und in einen Reifeschrank gegeben. Dort reift der Pilz auf den Bohnen heran, dieser Prozess dauert zwischen 32-48 Stunden. In dieser Zeit spaltet der Pilz durch Enzyme verschiedene Nährstoffe auf und macht diese leicht verfügbar.

Ramona: Täusche ich mich, oder kann es sein, dass Tempeh besser verträglich ist als Tofu?

Tempeh-Manufaktur: Dass du Tempeh besser verträgst, kann auf den Fermentationsprozess zurückzuführen sein.

Einfach vorbeikommen und Tempeh in den verschiedenen Sorten probieren! 🌿🌶

Sind ökologisch erzeugte Lebensmittel tatsächlich teurer?

Sind ökologisch erzeugte Lebensmittel tatsächlich teurer?

Sind ökologisch erzeugte Lebensmittel tatsächlich teurer? Ist es nicht vielmehr so, dass konventionell erzeugte Lebensmittel unter ihren wahren Kosten verkauft werden? Das ist der Grundtenor zweier Bücher, die wir nun in unser Sortiment aufgenommen haben und in diesem Beitrag vorstellen. Sie erklären, warum wir uns billig erzeugte Lebensmittel nicht leisten können.

Wie ist es dann aber möglich, dass man dennoch mit konventionell erzeugten Lebensmitteln Geld verdienen kann? Die Antwort ist einfach: Ein erheblicher Teil der Kosten, der konventionellen Lebensmittelproduktion wird weder von den Erzeugern, noch von den Käufern getragen.

Mit anderen Worten: Billige Lebensmittel kommen uns teuer zu stehen

Aber wer trägt diese Kosten dann? Die Umwelt, andere Länder, künftige Generationen? Oder finden wir einen Teil dieser Kosten bereits woanders? Etwa auf unserer Trink- und Abwasserrechnung oder in unseren Krankenkassenbeiträgen?

Wir fahren täglich mit dem Auto an konventionell-chemisch bewirtschafteten Monokulturfeldern vorbei und fragen uns nicht, ob das alles so in Ordnung ist. Wir wundern uns nicht mehr darüber, dass wir – im Gegensatz zu früher – unsere Windschutzscheibe kaum mehr von Insekten reinigen müssen.

Aber wer braucht schon Schädlinge und Unkräuter? Oder sind wir schon so abgestumpft und von der Werbung beeinflusst, dass wir blind geworden sind? Unser tägliches Brot kommt ja schließlich aus dem Supermarkt und nicht vom Acker.

Echte Nachhaltigkeit und ökologischer Landbau haben – nüchtern betrachtet – nichts mit Esoterik und Moral zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit dem Überleben des Menschen auf diesem Planeten. Es sei denn, Tiere und Pflanzen könnten sprechen: Einige von ihnen würden vielleicht sagen, dass es hochgradig unmoralisch sei, dem Mensch diesen Planeten noch länger zu überlassen.

Müssen Kinder für ihre Eltern haften?

Wie konnte es geschehen, dass wir heute nur noch einen kleinen Bruchteil unseres Einkommens für Lebensmittel ausgeben? Wieso darf Motorenöl mehr kosten als Speiseöl? Entpuppt sich die Geiz-ist-geil-Mentalität am Ende als Boomerang? Und was werden wir unseren Kindern erzählen? Dass wir nicht gewusst haben, was wir mit unserem Verhalten anrichten? Dass wir für sie weder Ressourcen noch Natur übrig lassen konnten?

Ist es schon zu spät, das Ruder noch herum zu reißen? Diese beiden Bücher geben Antworten und zeigen viele positive Ansätze auf. Es ist noch nicht zu spät, auch wenn die Zeit knapp wird.

„Food Crash“ von Felix zu Löwenstein

Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr

FOOD CRASH: Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr

Ist „Bio“ Luxus für Reiche? Kann man sieben Milliarden Menschen nur mit industrieller Landwirtschaft unter dem Einsatz von Pestiziden, Kunstdünger und Gentechnik ernähren oder verstärkt gerade diese Entwicklung den Hunger in der Welt? Der Untertitel des Buches deutet es an.

Einschlägige und unwiderlegbare Argumente zum Thema Bio-Lebensmittel und Bio-Anbau liefert der engagierte Agrarwissenschaftler und Biolandwirt Felix zu Löwenstein, unter anderem auch gegen das immer wiederkehrende “Totschlagargument”, dass ärmere Menschen gezwungen wären Billig-Lebensmittel zu kaufen, weil sie sich Bio nicht leisten könnten.

Die fundierten Beiträge geben einen umfassenden Überblick über die aktuellen Probleme in der Nahrungsmittelproduktion, zeigen aber andererseits auch viele positive Ansätze und Lösungsmöglichkeiten auf.

Wer die Argumente direkt aus dem Munde des charismatischen Verfechters des Ökolandbaus hören will, dem möchten wir zudem den Vortrag über Die Zukunft der Landwirtschaft von Felix Prinz zu Löwenstein bei Rapunzel Naturkost vom Oktober 2017 ans Herz legen.

„Die Preise lügen“ von Volkert Engelsman und Bernward Geier (Hrsg.)

Warum uns billige Lebensmittel teuer zu stehen kommen

Die Preise lügen: Warum uns billige Lebensmittel teuer zu stehen kommen

Ist es nicht toll, dass Lebensmittel so billig sind? Oder hat es andere Gründe, dass wir nur noch einen Bruchteil unseres Einkommens für Lebensmittel ausgeben? Wie zahlen wir dann für unser Tun, wenn nicht über die Preise? Würden wir vielleicht alle ganz automatisch zu Bio-Produkten greifen, wenn die Preise die Wahrheit sprechen würden?

Das im Februar 2018 veröffentlichte Buch zeigt auf, wie man die wahren Kosten der konventionellen Lebensmittelproduktion durch entsprechende Rechenmodelle, eine gezielte Steuerpolitik, u.v.m. sichtbar machen kann. An mehreren Stellen im Buch wird erkennbar, dass konventionell erzeugte Lebensmittel wenigstens doppelt so teuer sein dürften, wie die Preise an der Supermarktkasse suggerieren.

In insgesamt 13 Beiträgen werden neue Methoden der Preisberechnung beleuchtet. Die Trägerin des alternativen Nobelpreises Vandana Shiva, der Ökolandbau-Pionier Patrick Holden und Minou Yussefi-Menzler von der Stiftung Ökologie & Landbau kommen dabei ebenso zu Wort, wie der Wegbereiter der Gemeinwohl-Ökonomie Christian Felber.

Der Ökonom Volkert Engelsman gründete 1990 das Bio-Unternehmen eosta in Holland. Nature & More bezeichnet sich selbst als das „Trace- & Tell-“ Verbraucher-, Marken- und Online-Transparenzsystem von eosta. Aktuell läuft bei eosta die Kampagne Die wahren Kosten von Lebensmitteln.

Bernward Geier war nach dem Agrarstudium als Wissenschaftler am Institut für Biolandbau tätig. 18 Jahre lang war er als Direktor des Weltdachverbands der biologischen Landbaubewegung (IFOAM) aktiv.

Fazit

Der moderne Mensch hat die wundersame Fähigkeit entwickelt, Unbezahlbares billig erscheinen zu lassen. Dies ist ihm zum Beispiel bei der Atomenergie gelungen und das wiederholt sich auch bei der Nahrungsmittelproduktion. Diese „Intelligenz“ wird dem Menschen nun aber immer mehr zum Verhängnis. Es ist höchste Zeit das gegenwärtige System in Frage zu stellen, welches katastrophale Folgen nach sich zieht:

  • Todeszonen in den Meeren (Beispiel: Ostsee-Todeszonen): Die konventionelle Düngung lässt grüßen – oder sind doch Außerirdische schuld daran?
  • Unfruchtbare Böden: Aber wer braucht schon Humus – haben wir dafür nicht den Kunstdünger erfunden?
  • Verlust von Biodiversität: Laut Albert Einstein stirbt vier Jahre nach der letzten Biene auch der Mensch. Aber vielleicht irrt Einstein ja und wir können ihm das Gegenteil beweisen?
  • Sieben mal Fleisch pro Woche: 80% der landwirtschaftlichen Flächen weltweit dienen der Viehhaltung. Tierische Nahrungsmittel tragen jedoch nur mit 17% zur weltweiten Nahrungsversorgung bei (Quellen: Steinfeld et al. und FAOSTAT 2006). Sollten wir schon mal auf dem Mars nach weiteren Anbauflächen Ausschau halten?
  • Mehr Plastik als Fische im Meer (bis 2050): Sind unsere Meerestiere einfach nur phantasielos, weil sie nichts damit anzufangen wissen?
  • etc.

Das sind nur ein paar wenige dramatische Beispiele. Diese Liste könnte man endlos fortsetzen. Die anschließenden Fragen sind – wie der Leser sicher selbst festgestellt hat – nicht ganz ernst gemeint.

Brückenschlag zum Unverpackt-Konzept

Die hier aufgezeigten Problemstellungen kann man auch direkt auf das Verpackungsthema übertragen. Die negativen Auswirkungen, die man bei konventionellen Produkten an sich hat, treten auch bei umweltschädlichen Verpackungen zu Tage. Normal würde man erwarten, dass in Kunststoff oder Alu verpackte Ware teurer sein muss, als unverpackte oder ökologisch sinnvoll verpackte Ware. Das ist aber leider meist nicht der Fall. Die Folgekosten für Umwelt und Gesundheit, die solche Verpackungen verursachen können, trägt – ebenso wie bei Billig-Lebensmitteln – nicht der Käufer unmittelbar. Diese werden ebenfalls auf die Umwelt und kommende Generationen abgewälzt oder schlagen bereits in anderen Rechnungen auf. Aber auch hier sind bereits heiße Diskussionen im Gange: Ein Ozean voll Plastik – Hart aber fair (ARD Mediathek)

Kunststoffvermeidung und allgemein Müllreduzierung sind nur ein Mosaikstein bei der Rettung des Planeten. rutaNatur hat daher von Anfang an auch konsequent auf Bio-Lebensmittel gesetzt, genauso wie wir im Non-Food-Bereich nur nachhaltig erzeugte und vertriebene Produkte anbieten. Wir können nur etwas verändern, wenn wir diese Themen ganzheitlich betrachten.

Es gibt viel zu tun! Packen wir’s gemeinsam an …